01.07.23 CSD in Dachau
Demonstration | 13:00 Uhr | Rathausplatz |
Ob gegen „Frühsexualisierung“ von Kindern beim Aufklärungsunterricht oder zuletzt eine Drag Queen-Lesung in München. Erkämpfte Freiheiten von LGBTQ+ Personen stoßen mehr und mehr auf Ablehnung. In ihrer queerfeindlichen Weltsicht kommen Konservative und extreme Rechte inhaltlich auf einem Nenner zusammen. Hetzen CSU und FW überwiegend in Parlament und Bierzelt, gerät ihr Klientel am Stammtisch in Rage. AfD und Neofaschist*innen organisieren diese Ablehnung auf der Straße. Vielfach wird aus einer Ablehnung Hass. Beides führt zu einer deutlichen Zunahme von gewalttätigen queerfeindlichen Übergriffen.
Das Recht auf Selbstbestimmung wird im Rahmen bürgerlicher Freiheiten groß geschrieben. Und tatsächlich könnte man annehmen, dass sich niemand mehr fürchten müsse sich als queer zu bezeichnen. Leider ein trügerischer Schein.
Staatliche Institutionen und Medien haben sich zwar stark gewandelt und sogar von alten weißen Männern geführte Konzerne machen mit beim Zeigen der Regenbogen-Fahne. Was letztere betrifft sind sie politisch wohl kaum der Linken gefolgt. Das Kapital hat ein ausschließliches Interesse am Fortbestand der Mehrwertabschöpfung. Wer den Unternehmen auf der Arbeit die Profite erwirtschaftet ist ihnen letztendlich egal. Und kosten tut ein Lippenbekenntnis ja schließlich auch nichts.
Die Realität ist aber immer noch: staatliche Schikane gegenüber Transpersonen, ein in Medien falsch vermitteltes Bild, kapitalistische Heuchelei, gesellschaftliche Ausgrenzung und Gewalt gegen die LGBTQ+ Community. Man feiert sich hierzulande dafür selbst, „bunt“ und „offen“ zu sein – und besser als das rückständige Ausland. Aber tatsächlich materiell etwas für Minderheiten tun will man nicht.
**visibility without protection is a trap
fight with pride
take back the streets**