1. Mai München – Den Spieß umdrehen!

(Queer) Feministischer Streik München – Solidarity Network Dachau – FAU München rufen auf zur
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1. Mai Versammlung in München
12 Uhr am Weißenburger Platz
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DEN SPIESS UMDREHEN – Niedriglöhnen, Entrechtung, Ausbeutung den Kampf ansagen
Während wir mit unseren Löhnen jeden Monat gerade um die Runden kommen, wird uns von Unternehmen und Politik vorgehalten wir müssten mehr leisten. Gleichzeitig sollen wir diszipliniert werden. Man fordert strengere Regelungen bei Krankmeldungen, Aufweichung von Arbeitszeitregelungen, Verbote von Streiks. Als würden wir es uns schön bequem machen mit „Lifestyle Teilzeit“ und „Missbrauch von Sozialleitungen“.
Wir befinden uns an einem Wendepunkt
Nach über 30 Jahre Neoliberalismus steckt der weltweite Kapitalismus in einer Langzeitkrise, hart erkämpfte soziale Garantien werden Stück für Stück zurück gebaut. Für die Steigerung der Profite gibt es anscheinend keine Denkverbote mehr, öffentliche Diskussionen werden aggressiv geführt. Kriege zur Aneignung von Ressourcen sind wieder Normalität. Wie wir leben, wie wir arbeiten müssen, findet selten den Weg in die Öffentlichkeit und soll es auch nicht. Das war noch nie anders, aber es ist härter geworden. Frühere Aufstiegsversprechen haben sich längst als Trugschluss erwiesen.
Wer den Laden am Laufen hält, kann den Laden auch übernehmen
Wir Arbeiter*innen sind harte Bedingungen gewohnt. Zu schuften in Kindergärten, Krankenhäusern, am Steuer von Bussen oder an der Supermarktkasse und gleichzeitig Kinder und Angehörige zu versorgen. Tagtäglich finden unter der Oberfläche kleine und größere Kämpfe statt, mit denen wir unsere Situation auf der Arbeit zu verbessern versuchen. Die von Unternehmen, Politik und Gewerkschaftsbossen zugewiesene passive Rolle akzeptieren wir nicht länger. Wir wissen was nötig ist, um eine Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Nutzen wir dieses Wissen! Gehen wir in einen kollektiven Austausch und gelangen so zu neuem Selbstbewusstsein. Wenn wir uns solidarisch gegenseitig unterstützen, können wir unsere Gegenmacht Stück für Stück ausbauen.
Ob in Iran, Bangladesch, USA, Indonesien, Frankreich, Kasachstan
Auf der ganzen Welt sind es immer Arbeiter*innen, die gesellschaftlichen Wandel in Verbindung mit sozialer Gleichheit und Emanzipation begreifen und fordern. Die gesellschaftlichen Verhältnisse unterscheiden sich in Form von Zugeständnissen politischer Rechte oder autoritärer Herrschaft. Die Besitzverhältnisse sind überall gleich geregelt. Wir müssen arbeiten für Lohn und davon zahlen wir Miete und Essen. Es ist nicht ausschlaggebend welche Herkunft wir haben, sondern wohin wir gemeinsam gehen wollen.
Wir haben wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen
Dieses System, das die Mehrheit arbeiten lässt und damit Wenige reich macht, versucht aktuell durch eine Restauration reaktionärer Ideologien durchzuhalten. Der Kapitalismus hat nicht zur Verringerung von Ausbeutung und Unterdrückung geführt, weil er das gar nicht kann. Weil Ausbeutung die Basis des Systems ist und Unterdrückung diese absichert. Wir finden unsere Vorstellungen von einem besseren Leben für Alle nur jenseits von Patriarchat und Kapitalismus.
Unsere Wut ist ein selbstorganisierter Sturm auf die Paläste – und schließlich wird es diese verdammten Paläste nicht mehr geben