27. April: Bagida zerlegen!

**Achtung Update: Der Bagida-Marsch findet nun doch nicht am 20. April, sondern erst eine Woche später, am 27. April statt!
Bagida plant die Auftaktkundgebung wieder am Stiglmaierplatz/Briennerstraße. Die Route ist die gleiche wie in den letzten Wochen. Achtet auf Ankündigungen auf nobagida.blogsport.eu**
“Bereits der erste Bagida Aufmarsch am 12. Januar war einer zu viel. Nachdem der kleine Bruder Muegida mit nur rund 50 Teilnehmenden eine Woche zuvor aufgrund der antifaschistischen Blockade gar nicht erst laufen konnte, versammelten sich bei Bagida an die 1500 Rasisst_innen, rechte Hools und das who-is-who der bayerischen Neonazi-Szene. Darunter auch bekannte Rechtsterroristen wie Karl-Heinz Statzberger, Thomas Schatt und André Eminger, Angeklagter im NSU-Prozess. Der Gegenprotest war laut und entschlossen, über 20 000 Menschen versammelten sich am Sendlinger Tor, um gegen Bagida und deren rassistische Hetze zu demonstrieren. Die Münchner Polizei unternahm jedoch alles, damit der faktisch größte Nazi-Aufmarsch seit 1997 ungestört zum Stachus laufen konnte und ging dabei brutal gegen Antifaschist_innen vor.
In den darauf folgenden Wochen ging die Zahl der Teilnehmer_innen stetig zurück, so dass jetzt vor allem Neonazis und andere radikalere Akteur_innen, die den Nazis in Wahn und Hass in nichts nachstehen, den Bagida-Aufmarsch bestimmen. Beim letzten Marsch am 30. März waren es ca. 110 Rechte, die vom Stiglmaierplatz aus durch die Maxvorstadt liefen. Ihre Parolen sind von ‚klassischen‘ Naziaufmärschen bekannt. Die Polizei fährt jedoch nach wie vor ein Großaufgebot auf, sperrt ganze Straßenzüge und Viertel ab und geht weiterhin aggressiv gegen Gegendemonstrant_innen vor, um den rechten Ekelpaketen ihren Montagabend so angenehm wie möglich zu gestalten. Bezeichnend, für das polizeiliche ‚Einsatzkonzept‘ ist die Tatsache, dass sich seit einigen Wochen immer wieder Nazis aus der Menge absetzen können, um Antifaschist_innen zu bedrohen und anzugreifen. So auch am 16. März, als mehrere Nazis um den Rechtsterroristen Thomas Schatt am alten botanischen Garten gezielt Menschen aus der Gegendemo attackierten. Der Polizei war das herzlich wurscht und die Beamt_innen machten sich gleich ganz aus dem Staub, als mehrere Leute sie auf den Angriff aufmerksam machen wollten.
Wenngleich die Polizei wohl weiterhin alles daran setzen wird, Bagida laufen zu lassen, haben die letzten Wochen gezeigt, dass Blockaden möglich sind. Am 30. März, gelang es rund 100 Antifaschist_innen, auf Höhe des Justizpalastes auf die Route zu kommen und kurzzeitig zu blockieren, bevor das USK dem rassistischen Zug den Weg frei räumte. Bereits in der Woche zuvor hatte eine Sitzblockade die Route der Rechten um einige hundert Meter verkürzt.”