Antifa-Infostand, Artikel in der Dachauer SZ vom 28.10.2006
“Rechte Presse am Dachauer Bahnhof
Dachau – „Kein Geschäft mit faschistoider Propaganda“, steht auf den Flugblättern, welche die Vertreter der „assoziation autonomer umtriebe dachau“ am Freitag auf dem Bahnhofsvorplatz verteilt haben. Die Forderung: Die Buchhandlung (keine Buchhandlung, Kiosk Anm. d. aaud) am Bahnhofsvorplatz soll den Verkauf von „rechtsradikalen Zeitungen“ einstellen. Publikationen wie die „National Zeitung“, die „Deutsche Stimme“ und die „Junge Freiheit“ seien „ein Schlag (ins Gesicht, liebe SZ Anm. d. aaud) all derer, die unter der Naziherrschaft gelitten haben“, und eine es sei eine Schande, nichts gegen deren Verkauf zu tun.
„Es muss ein Zeichen gesetzt werden: Das geht nicht hier und auch nirgendwo anders“, erklärt einer der Verteiler der Flugzettel. Es sei genug damit, dass „Kahlrasierte rumpöbeln und schlagen. Ich will mich nicht mehr dauernd umdrehen müssen, wenn ich hier rumlaufe“.
Christoph Hermann von der Buchhandlung sagt, er könne die Aufregung verstehen, aber sein Laden habe keinen Einfluss auf sein Sortiment. „Wir werden direkt von Verlagen beliefert und müssen die Lieferungen abnehmen – ob wir wollen, oder nicht“. Auf einen Versuch, den Bezug einzustellen, habe der Verlag mit rechtlichen Schritten gedroht.”