Arbeiter_innen-Randale bei Ford in Köln
So geht’s doch auch. Während in Griechenland sämtliche aufeinander folgende Generalstreiks, auf Grund ihrer zeitlichen Begrenzung, stets ohne Folgen blieben, wie zuletzt am 6. und 7.11.12, gingen die Kolleg_innen von Ford aus dem belgischen Genk am 7.11. mit einer Alternative zum inkonsequenten Massenprotest in die Offensive.
Da das dortige Werk 2014 geschlossen werden soll und davon direkt 4000 Arbeiter_innen betroffen sind, sowie weitere 5000 in den Zulieferfirmen, haben es 200 belgische Kolleg_innen vor der Europa-Zentrale von Ford in Köln sprichwörtlich krachen lassen. Sie stürmten das Gelände, blockierten die Zufahrt, zündeten Autoreifen an und warfen mit Krachern nach Polizei und Werkschutz. Auch einige Scheiben gingen zu Bruch. Kolleg_innen des Kölner Ford-Werkes solidarisierten sich mit dem militanten Protest.
Ford bleibt natürlich bei den Schließungsplänen. Ford-Chef Alan Mullay: „Das wird viele Menschen betreffen, und wir sind uns dessen bewusst”. Dass das ganze reibungslos abläuft, werden die Bosse jetzt wohl aber nicht mehr annehmen. Gerechnet haben sie mit diesem Wutausbruch sicher nicht.
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