Beschäftigte von Hollister dürfen alleine zur Toilette
Arbeit macht das Leben süß. Aber irgendwann zwischendurch muss man auch mal zur Toilette. Der Betriebsrat der Frankfurter Filiale der Modekette Hollister hat jetzt durchgesetzt, dass die Beschäftigten nicht mehr in Begleitung eines Wachdienstes ihre Notdurft verrichten dürfen, sondern allein. Nach einer einstweiligen Verfügung kam die Unternehmensleitung einer gerichtlichen Klärung zuvor, indem sie der Forderung nachgab (dpa 22.8.13). Die Sache wird nun in einer Betriebsvereinbarung geregelt. Die gilt dann aber nur für die Frankfurter Filiale.
Kamera überwachte Arbeitsplätze und Leibesvisitationen nach der Arbeit bestehen weiterhin. Allerdings werden seit April 2013 nicht alle Mitarbeiter_innen gefilzt, sondern es wird gewürfelt. Nur wer eine 4 würfelt, wird durchsucht (Die Welt 20.12.12). Von der zum Abercombie & Fitch-Konzern zugehörigen Modekette Hollister gibt es bundesweit 15 Filialen. Einen Betriebsrat gibt sonst nur noch in Ludwigshafen. Grund dafür sind die fast ausschließlich befristeten Verträge, die die Kolleg_innen vor betrieblicher Aktivität abschrecken. Vielleicht steht es wenigstens den Beschäftigten in Ludwigshafen bald zu allein auf’s Klo zu gehen.