Gedenken an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945

“Nun muss Deine blöde arische Mörderbande merken, dass sie die Gejagten sind.” ¹ In Erinnerung an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945 legten Antifaschist*innen einen Kranz an der Gedenktafel gegenüber des Rathausses ab.
Am Morgen des 28.04.1945 stürmten Dachauer Arbeiter und geflohene Inhaftierte des Dachauer Konzentrationslagers das Rathaus und besetzten die Altstadt. Ziel war es eine Verteidigung der Stadt gegen die anrückende US-Armee und mögliche Liquidierungen im Konzentrationslager zu verhindern. Der Aufstand wurde von der Lager-SS blutig niedergeschlagen. Arbeiter*innen der Papierfabrik versuchten sie am Fuß der Altstadt noch aufzuhalten. Der Großteil der über 100 Auftsändischen konnte durch Unterstützung der Dachauer Bevölkerung entkommen.

Jahrzehntelang wurde der Dachauer Aufstand verschwiegen – aufgrund des kommunistischen und sozialistischen Hintergrunds der Beteiligten. Kurze Geschichte des Aufstands
Erinnern heißt kämpfen!
Sechs Aufständische, sowie der Unbeteiligte Zimmerer Anton Decker, kamen ums Leben:
Erich Hubmann | Bäcker aus Graz, geflohener Häftling des KZ Dachau
Anton Hackl | Fabrikarbeiter aus Graz, geflohener Häftling des KZ Dachau
Friedrich Dürr | Maschinenschlosser aus Mannheim, geflohener Häftling des KZ Dachau
Hans Pflügler | Former aus Dachau
Lorenz Scherer | Schreiner, Bauer aus Schwabhausen
Anton Hechtl | Bauer aus Schönberg
¹ Zitat eines Aufständischen aus “Dachau…und das Gras wächst” Louis Köckert