Hackerangriff auf Zum Beispiel Dachau
Der Verein Zum Beispiel Dachau wurde nach eigenen Angaben Ziel eines Hackerangriffs. Gegenüber der Presse äußert Vereinsvorsitzender Karl Höhnle: „Wir nehmen an, dass der Angriff von rechtsradikaler Seite kam”. Er sieht die Tat als einen weiteren extrem rechten Vorfall und nannte als Beispiele die Kundgebung des „Freien Netz Süd“ im April 2014, die Angriffe auf das selbstverwaltete JUZ Freiraum vor einem Jahr und den Diebstahl der Tür an der KZ Gedenkstätte im November 2014. Die Vermutung liegt nahe.
Zum Beispiel Dachau hat seit fast 20 Jahren die geschichtliche Aufarbeitung der NS Herrschaft betrieben, das Verhältnis von Stadt und Konzentrationslager erforscht, sowie Biographien von Widerstandskämpfer_innen öffentlich publiziert. Dabei legten sie den Finger oft genug, wohl auch bewusst, in die Wunde. Bis Anfang der Neunziger Jahre wollte eine Vielzahl Dachauer Bürger_innen und v.a. konservativer Lokalpolitiker_innen nichts von der Vergangenheit wissen. Auch der 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus dürfte den Angriff mit motiviert haben.
Die Homepage ist wieder online zbdachau.de