Hausbesetzung in Rosenheim

Pressemitteilung der Besetzer*innen: Am Donnerstag, den 13.04.2023 besetzen Aktivist*innen ein Leerstehendes Hotel in der Rosenheimer Innenstadt. Gegen 11Uhr wurde die Besetzung auf dem Twitter Account „Rosenheim-besetzen“ öffentlich gemacht. Die Besetzung wurde gegen 18:00 Uhr durch Spezialkräfte der Polizei geräumt. Im Haus befanden sich 3 junge Aktivst*innen, 2 von ihnen waren in einem sogenannten Lock-On durch eine Metallkette miteinander verbunden, diese wurden durch die Feuerwehr von einander gelöst. Die Besetzer*innen wurden vorläufig festgenommen, konnten die Polizeistation am Abend aber wieder verlassen. Die Besetzer*innen möchten mit ihrer Aktion für kostenlosen Wohnraum für alle protestieren.
„Die gestrige Besetzung war ein voller Erfolg für uns, die vielen positiven Reaktionen der Passant*innen haben uns gezeigt, dass wir mit unserer Aktion auch in einer Stadt wie Rosenheim auf offene Ohren stoßen.“ – so die an der Besetzung beteiligte 20 Jährige Lilli Mayr. Die Besetzer*innen fordern kostenlosen Wohnraum für alle! „Unter kostenlosem Wohnraum für alle verstehen wir ein selbstverwaltetes Wohnen, kurz gesagt: Keine Profite mit der Miete! Das bedeutet auch die Vergesellschaftung der Wohnungskonzerne wie Vonovia und co!“ so Manuel Planc aus dem Kollektiv „Rosenheim Besetzen“.

Die Besetzer*innen ließen der Kundgebung einige Redebeiträge zukommen, in diesen forderten die Besetzer*innen unter anderem „ein Ende der immer weiteren Aufwertung unserer Stadt“ und „ein Ende sinnloser Sanierungen, um die Miete zu erhöhen, denn was wir brauchen ist kostenloser Wohnraum für alle uns, nicht die nächste Yuppi Bude mit schicker Fassade!“. Auf einem der aus dem Fenster hängenden Transparente war zu lesen „Wir kochen weiter! Solidarität ans geräumte Koch Areal nach Zürich“. Das Koch Areal war eine der größten Besetzungen in Europa, neben einem Kino und Café errichteten die Besetzer*innen auch eine eigene Fahrradwerkstatt ein. Das Areal wurde im Februar dieses Jahres geräumt.
Leon Müller – ein Aktivist aus dem Kollektiv kritisiert die Polizei scharf „Für eine friedliche Besetzung kreierte die Polizei eine extreme Drohkulisse mit Einsatzkräften aus ganz Bayern, Kamerawägen, Schildern und Kettenhemden. Die Polizei möchte unsere legitimen und wichtigen Anliegen durch ihr martialisches Auftreten delegitimieren. Es ist vollkommen absurd, dass die Polizei uns in ihrer Pressemitteilung vorwirft, die Verhandlungen seien an uns gescheitert. Das USK stürmte die Besetzung als die Verhandlungen noch liefen! Trotz dieses Vorgehens der Polizei war der gestrige Tag ein Erfolg für uns!“.