Streik der Busfahrer*innen in Dachau
Screenshot Dachauer Nachrichten
Am gestrigen Mittwoch, den 11.02.26 standen in Dachau alle Busse im Depot. Die Busfahrer*innen traten in einen 24-stündigen Streik. Neben München und Nürnberg, Passau und Bayreuth war Dachau die einzige Kleinstadt, in der gestreikt wurde. Dafür mit hundertprozentiger Beteiligung. Bereits 2023, als in ganz Dachau der öffentliche Dienst bestreikt wurde, konnten die Kolleg*innen am Steuer die größte Beteiligung verzeichnen.
Diesmal geht es neben den üblichen tariflichen Forderungen um mehr als Geld. Gefordert wird die 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich, eine Mindestruhezeit von mindestens 11 Stunden – was im übrigen für die Allgemeinheit gesetzlich vorgeschrieben ist. Wegzeit von und zur Arbeit sollen als Arbeitszeit angerechnet werden. Für Auszubildende soll der Azubi Tarifvertrag gelten und kurzfristig beschäftigte Kolleg*innen sollen nicht mehr aus dem Geltungsbereich des Tarifvertrag Nahverkehr fallen.
Die Kolleg*innen sprachen in der Lokalpresse außerdem davon, dass mindestens 12 neue Busse benötigt werden. Die neuen Gasbusse seien darüber hinaus „Schrott“. Anhand der Forderungen wird deutlich, dass hier nicht von privilegierten Beschäftigten gesprochen werden kann. Die Einstiegslöhne und auch die Löhne nach einigen Jahren liegen weit unter dem Durchschnitt. Umso besser, dass der Streik gegen öffentliche Stimmungsmache durchgezogen wird. Sie kämpfen für uns alle.