[autonomia dachau]

Strike WEF Davos

Eine zweitägige Protestwanderung nach Davos am 17./18.01.2026 gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) | strikewef.org

Was ist das Weltwirtschaftsforum?

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) ist ein jährliches Treffen von Vertreter:innen der globalen Elite. Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Zivilgesellschaft, Lobbyorganisationen und dem öffentlichen Leben kommen im Januar in Davos zu einer fünftägigen Konferenz zusammen, die von strengen militärischen Sicherheitsmassnahmen begleitet wird. Das WEF inszeniert sich als globale, unabhängige und gemeinnützige Plattform, die den respektvollen Dialog zwischen Entscheidungsträger:innen mit unterschiedlichen Überzeugungen und Perspektiven fördern und so behaupten zur Verbesserung der Weltlage beizutragen.

Wir sagen Bullshit!

Das WEF ist alles andere als neutral. Es wurde vor über 50 Jahren von dem mittlerweile in Ungnade gefallenen Klaus Schwab gegründet und von beginn an verfolgt es das Ziel, den Neoliberalismus, eine moderne Form des Kapitalismus, von den USA nach Europa zu bringen.

Der Neoliberalismus beruht auf der Überzeugung, dass der „freie Markt“ – eigentlich gemeint große Konzerne – wichtiger sind als das Wohl der Gesellschaft. Das Ziel: Möglichst hohe Gewinne für Unternehmen und extrem Reiche. Für alle anderen bleibt nur das, was angeblich „von oben nach unten durchsickert“.>

Die letzten 50 Jahre haben gezeigt, wem diese Ideologie dient:

Die Zahl der Milliardäre sowie deren Vermögen ist gestiegen, die Armen wurden ärmer. Zunehmende soziale Ungleichheit: Vermögen und Macht konzentrieren sich zunehmend in den Händen weniger, während große Teile der Weltbevölkerung mit wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten konfrontiert sind. Der Zerfall gemeinschaftlicher Strukturen und der Anstieg extremen rechter Bewegungen stehen im direktem Zusammenhang mit dieser Entwicklung. Die zunehmende Ausbeutung der Erde und die ungebremste Expansion globaler Konzerne haben die Emissionen in die Höhe getrieben, während die biologische Vielfalt weltweit um 73 % zurückgegangen ist.

Der Neoliberalismus verschärft diese Krisen nicht nur – er stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Zukunft der Menschheit dar. Das Weltwirtschaftsforum trägt zur Stabilisierung bestehender Macht- und Wirtschaftsstrukturen bei, anstatt dass es wirksame Antworten auf globale Krisen liefert.

Alle gegen Militarismus

Krieg bedeutet immer: Arbeiter*innenklasse gegen Arbeiter*innenklasse. Während politische und wirtschaftliche Eliten aus sicherer Distanz entscheiden, zahlen Menschen und Umwelt den Preis. Das lehnen wir ab. Mit ethischen und ökologischen Grundsätzen ist Militär unvereinbar. Frieden den Hütten – Krieg den Palästen.

Auch die Schweiz ist weniger neutral und friedlich, als sie sich darstellt. Die Armee dient zunehmend als teure Arbeitsbeschaffungsmassnahme, etwa beim Schutz globaler Eliten am WEF, während bewaffnete Einsätze historisch gegen die eigene Bevölkerung gerichtet waren. Trotzdem sollen Militärausgaben massiv steigen – trotz Skandalen, Fehlinvestitionen und fehlender demokratischer Transparenz.

Dabei macht die Rüstungsindustrie nur einen winzigen Teil der Schweizer Wirtschaft aus. Gleichzeitig profitieren Schweizer Konzerne vom Rohstoffhandel, von Waffenexporten und von globalen Konflikten. Militär und Kriege zerstören Lebensräume und heizen die Klimakrise an, ohne in Emissionsbilanzen zu erscheinen.

Wir fordern einen Systemwandel: Milliarden für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und globale Solidarität – nicht für Aufrüstung.

In Davos zu protestieren heisst, das symbolische Zentrum des Neoliberalismus zu treffen.

Strike WEF ist eine zweitägige Protestwanderung, die Hunderte von Menschen aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Europa und indigenen Gemeinschaften in Peru zusammenbringt. Die Aktion fand erstmals 2020 statt und steht für eine lange Tradition des Widerstands gegen kapitalistische Strukturen.

Die Kernziele des Protests sind:

1. Eine Plattform für verschiedene Organisationen und Menschen zu schaffen, um sich zu vernetzen und den Kampf gegen den Neoliberalismus weiter zu verschärfen.

2. Den Stimmen Gehör zu verschaffen, die das WEF systematisch auszuschließen versucht – und diese Stimmen direkt nach Davos zu tragen.

3. Ein starkes Zeichen für globale Menschenrechte und den Schutz unserer Ökologie zu setzen.