[autonomia dachau]

UN Arbeitsorganisation warnt vor sozialen Unruhen in Europa

Die ILO (International Labour Organisation) sieht in ihrer am 8.4.13 veröffentlichten Studie drohende soziale Unruhen in den von der Krise schwer betroffenen europäischen Ländern. Namentlich erwähnt werden neben Griechenland und Spanien – Zypern, Portugal, Slowenien, Belgien und Tschechien.

In einer Umfrage in mehr als 100 Ländern wurden je 1000 Menschen gefragt, wie sie ihr Leben einschätzen. Der ILO zu Folge liegen die Ursachen bei der, durch die von EU, EZB und IWF erzwungene Sparpolitik, der daraus folgenden hohen Arbeitslosigkeit (hier v.a. unter Jugendlichen), sowie ungleichen Einkommen.

In Europa sind derzeit 26 Millionen Menschen arbeitslos, 10,2 Millionen mehr als bei Ausbruch der Krise 2008. In nur 5 der 27 EU-Staaten ist die Arbeitslosigkeit unter das Niveau vor 2008 gesunken. Konkret ist in Spanien und Griechenland jede_r zweite Jugendliche ohne Job. Viele haben die Suche bereits aufgegeben. Sämtliche Streiks und soziale Proteste blieben ohne Wirkung. Die daraus resultierende Perspektivlosigkeit könnte nicht nur, sondern kann schnell in Wut umschlagen. Der Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos, Klaus Schwab, formulierte die Angst der Bosse folgendermaßen:

„Die Proteste werden dann gefährlich, wenn sie als Klassenkampf angesehen werden.“