Werkerinfo #15 erschienen – Mitarbeiter_innenzeitung MAN Werk München/Karlsfeld
“Servus liebe Kolleginnen und Kollegen,
die 15. Ausgabe ist raus und die Puste auch. Überstunden über Überstunden, alles für den Gewinn von VW und Vorstand. Was wir alles mitmachen sollen, damit es der Firma gut und den Vorständen noch besser geht, während wir an einen gerechten Anteil für diese ganze Extraschufterei gar nicht erst denken sollten… Es ist eine maßlose Frechheit von den Betriebsräten, Chefs und Planern, uns zu kommandieren, als wären wir Hochleistungsroboter!
Mit der Informationspflicht nimmts der sonst so kämpferische Betriebsrat (Achtung Ironie!) auch nicht sehr eng. Soll doch die Produktion weiter laufen, damit die Arbeiter_innen schön weiterarbeiten und die faulen Betriebsräte eine Betriebsversammlung weniger zum vorbereiten haben (im 3. Quartal fand keine statt). Naja, ganz so faul sind sie ja dann doch nicht. Soll schließlich einige geben, die auf Lehrgängen in den von allen IG Metall Mitgliedern bezahlten Hotels, hin und wieder zu tief ins Glas schauen. Oder einer, der gerne mal mit einem Chef am Fußballplatz seinen Spaß hat, ganz kämpferisch eben.
Währenddessen bekommen einige Kollegen und Kolleginnen mal Hautnah mit, was die Planer mit uns anstellen. In Workshops werden von denen die Zeiten einzelner Arbeitsplätze genau gestoppt und bemerkt, dass diese meistens viel länger sind, als der Takt es zulässt. Das stört dann aber auch nicht weiter, denn mehr Mitarbeiter_innen werden nicht zur Verfügung gestellt. Eher werden Springer und Gruko’s noch mehr gefordert, damit dieses Powerprogramm weiterhin mit so wenigen Mitarbeiter_innen wie möglich geschafft werden kann. Da hilft nur eines, langsam arbeiten – scheißt auf den Takt, schaut auf eure Gesundheit!”
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